Die Macher - Stade
Und jetzt?
Erst einmal Ruhe bewahren

Egal ob die Kündigung plötzlich und unerwartet kommt oder mit Vorankündigung,
das muss man erst einmal verdauen. Wichtig ist es, erst einmal einen kühlen Kopf
zu bewahren. Als nächste ganz schnell zum Arbeitsamt und die formellen Fristen
zu bewahren. Und dann wissen sie auch schon ganz schnell, mit welchen
Beträgen sie demnächst auskommen müssen. Im ungünstigsten Fall sind dies 40 %
weniger Bargeld auf dem Konto.

Wenn man daran denkt, dass das Geld eh schon immer knapp war und so grade
eben gereicht hat, wird einem ganz anders.
Das Leben hat einen Knacks bekommen. Vergleichbar, als flöge einem ein Stein
in die Windschutzscheibe. Kleine Haarrisse verteilen sich wie Spinnenbeine über
die Scheibe. Wie eben in dieser Situation. Auf einmal hat die Tatsache, deutlich
weniger Geld zur Verfügung zu haben, Einfluss auf alle Bereiche des Lebens.



                     
                                                                 Bild: Marcus Stark





Wie und wo sie sparen können:

Stellen sie einen Plan auf, wo ihr Geld tatsächlich bleibt. Vergessen sie die
vielen Kleinigkeiten nicht. Hier eine Zeitung, dort ein Buch, da eine CD, hier
noch Schnickschnack für die Wohnung – alles aufschreiben. Welche Beträge
gehen tatsächlich für welche Bereiche drauf.


    Der Weg zur Arbeit fällt weg. Und die Fahrtkosten sind mitunter ja nicht wenig.
    Je weiter der Arbeitsplatz weg ist, umso mehr fällt das ins Gewicht. Da können
    locker schon einmal hundert bis dreihundert Euro zusammen kommen.

Welche Versicherungen haben sie? Die Beiträge für Lebensversicherungen kann
man auf Antrag aussetzen. Das ist in den allermeisten Fällen problemlos.
Entweder, sie zahlen diese nach oder ihr Vertrag verlängert sich entsprechend.

    Vorsicht ist allerdings bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geboten. Die tritt
    bei Beitragsaussetzung nicht in Kraft. Erkundigen sie sich hier genau.

Für Sparverträge gilt: Auch hier kann man pausieren oder die Beträge auf minimale
Sätze herunter setzen.

    Kündigen sie unnötige Abos von Zeitschriften. Nicht grade die Tageszeitung,
    denn die hat den regionalen Stellenmarkt täglich im Visier.

Auch das Fitness-Studio kann eine Weile auf sie verzichten. Ein Waldlauf tut
es in den harten Zeiten auch.

    Packen  sie ihre Kreditkarten aus dem Portomanie. Dann ist die Verlockung nicht
    so groß, etwas auf Pump zu kaufen.

Überlegen sie sich gut, wann und wohin sie Auto fahren müssen. Vermeiden
sie unnötige Fahrten. Vielleicht lässt sich das ein oder andere auch mit dem
Fahrrad erledigen.

    Beim Einkauf kann man ebenfalls Einsparungen machen. Sonderangebote
    und Preisvergleiche lohnen sich immer. Es ist auch völlig in Ordnung, für eine
    Weile nur das Notwendigste zu kaufen. Der Kühlschrank muss nicht immer
    bis zum Rand voll sein. Und wie oft hat man schon Nahrung einfach weggeschmissen,
    weil man sie doch nicht gegessen hat und die abgelaufen sind.

Wenn man neue Kleidung braucht, kann man ruhig einmal im Internet schauen.
Es gibt viele nagelneue Klamotten zu absoluten Schnäppchenpreisen zu ersteigern.
Das sieht keiner und weiß keiner und sie sparen jede Menge. Spaß macht es auch noch.

    Bücher kann man sich von Freunden und aus der Bücherei ausleihen.

Je intensiver sie über ihre Gewohnheiten nachdenken, umso mehr Sparmöglichkeiten
entdecken sie. Und wenn sie gar nicht klarkommen, fragen sie ihren Vermittler
beim der Agentur, wie viel Geld sie sich legal und ohne Abzug dazu verdienen dürfen.
Der Betrag liegt bei ca 160.- Euro. Vergewissern sie sich aber hier besser noch einmal.